Presse 2011

Außerirdische und Lichterspektakel

Publikum geriet bei Premieren-Prunksitzung des SV Helau im Meinerser Kulturzentrum außer Rand und Band

Von Stefan Lohmann - BZ vom 28.2.2011


"Wollen wir sie wirklich rein lassen?" Mit dieser Frage heizte Annette Riedel, Kopf des Elferrats, die Stimmung im Kuppelsaal gleich zu Beginn der Premierensitzung des SV Helau am Samstagabend kräftig an.
Das Publikum reagierte prompt und ließ eine erste Jubel-Rakete starten, passend zum diesjährigen Motto "Galaktika". Vor der Tür warteten derweil mehr als 60 Aktive in aufwendigen, metallisch glitzernden oder neon-strahlenden Kostümen auf ihre Auftritte.
Die Ausstatter des Programms hatten das gesamte Kulturzentrum in eine Weltraum-Atmosphäre getaucht, mit funkelndem Sternenhimmel, Miniraumschiffen auf den Tischen und einer Riesen-Rakete auf der Bühne, aus der die Kommandos vom Elferrat zum dreifachen "SV Helau!" gegeben wurden.
Eine besondere Rolle spielte auch die Beleuchtung. Schon bei der Eröffnungsnummer der "Galaktischen Kids" glühten die tanzenden Kinder förmlich im Halbdunkel des Schwarzlichtes, das schrille Spezialfarben in ihren Haaren und Kostümen sichtbar machte. Diesen außergewöhnlichen Effekt nutzte auch Karo Tietge in ihrer Choreografie. In der rasanten Disko-Nummer schwebten die gemalten Symbole und Texte unter frenetischem Applaus quasi dreidimensional über die Bühne.
Außer Rand und Band gerieten vor allem die jüngeren Zuschauer, als Julia Jördens mit ihrer Showtanzgruppe zu aktuellen Hits von Lady Gaga wirbelte. Da gab's kein Halten mehr, und vor der Bühne wurde auf den Tischen getanzt - was nicht alle Zuschauer fröhlich stimmte, die noch etwas von dem Auftritt sehen wollten. Doch die Appelle des Elferrats, lieber unten mitzufeiern, nutzten kaum. Spätestens beim Micki-Krause-Karaoke-Medley des Gifhorners Mike Krüger war das Gejohle auf dem Parkett um ein Vielfaches lauter als die Musik aus den Boxen.
Aber auch die Bütt kam mit dem sprachgewandten außerirdischen Meinersen-Besucher Uwe Solkan und dem nach einer passenden Frau suchenden Bauern Dirk Kahrens vom befreundeten Hankensbütteler Karnevalsverein Hankau Helau nicht zu kurz. Am Ende wurde ein viereinhalbstündiges Programm voller zündender Ideen bejubelt.

SV Helau: Galaktische Premiere

Das war galaktisch: Zur großen Premierenveranstaltung hatte der SV Helau am Sonnabend ins Meinerser Kulturzentrum eingeladen. Und mehr als 400 Gäste feierten das fünfstündige Programm.

AZ vom 28.2.2011

Dafür hatten die Karnevalisten wieder einiges auf die Bühne gestellt. Die Karnevalisten haben sich auf die Fahne geschrieben, den Trübsinn in der Welt zu bekämpfen, und das ist ihnen voll und ganz gelungen. Ein Höhepunkt jagte den nächsten, durch das Programm führte souverän die Präsidentin Annette Riedel.
So begeisterten die galaktischen Kids mit ihrem Tanz ebenso wie die Mitglieder des SV-Ballett und die Gruppe „Gagalactica". Uwe Solkan berichtete als Beobachtungsandroid aus dem Meinerser Rathaus. Viel Spaß bereitete der Maulwurf mit Sprachfehler (gespielt von Jörg Malkowsky) im Gespräch mit dem Frosch (Michael Könecke). Natürlich durfte auch die A-capella-Gruppe nicht fehlen. Dieses Jahr hatten sich die fünf Akteure die Beatles vorgeknöpft und reisten musikalisch in die 60-er. Für Lachtränen sorgten Frank Riedel, Michael Könecke und Christian Niebuhr, die mit ihrem Traumschiff Surprise kurzerhand die Herrschaft übernahmen. Dirk Kahrens von Hankau-Helau berichtete als letzter Junggeselle Hankensbüttels über seine Sorgen, und Michelle Noah sang als Lena live den Grand-Prix-Song „Satellite". Für die richtige Stimmung sorgte auch wieder die Kapelle Kapona.
Rund 70 Akteure waren auf der Bühne. „Darüber hinaus gibt es viele fleißige Hände, von der Maske über den Bühnenbau, die Licht- und Soundtechnik bis zur Verpflegung", dankte Riedel.